ZIELE: WAS WILL POSTOPERATIVES SCHMERZMANAGEMENT ERREICHEN?


Die Ziele des postoperativen Schmerzmanagements umfassen eine weitgehende Reduktion der Schmerzintensität, die wiederum eine hohe Patientenzufriedenheit sicherstellt, eine bestmögliche Lebensqualität sowie eine Reduktion der Stressantwort und des Morbiditäts- und Mortalitätsrisikos. Ferner gilt es, durch eine schnelle Mobilisation Maßnahmen der Physiotherapie und Rehabilitation zu unterstützen, eine baldige Genesung zu erreichen, den Krankenhausaufenthalt zu verkürzen und die Entstehung chronischer postoperativer Schmerzen zu vermeiden.1

Schmerzen können die rasche Mobilisierung der Patienten verzögern und damit den frühzeitigen Beginn einer Physiotherapie erschweren, die für die Genesung wichtig ist. In der Rehabilitation können beispielsweise Atem- und Hustentechniken, Entspannungstechniken, aktive oder passive Bewegungsübungen, manuelle Techniken/spezielle Massagetechniken und spezielle Lagerungen zur Anwendung kommen, deren korrekte, schmerzfreie und frühzeitige Durchführung für einen optimalen Heilungsverlauf notwendig ist. Müssen Patienten aufgrund einer verzögerten Heilung länger im Krankenhaus bleiben, steigen die Kosten für die stationäre Versorgung.2

 

Referenzen:
1 Freys & Mohr, Allgemein- und Viszeralmedizin up2date 1 2014: 59-79; doi: http://dx.doi.org/10.1055/s-0033-1346917
2 Hudcova et al., Cochrane Database Syst Rev 2006 (4): CD003348