Effiziente Kommunikation


Grund für eine ineffiziente Schmerztherapie ist häufig eine unzureichende Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Dies kann an einem mangelnden Artikulationsvermögen des Patienten liegen oder aber auch daran, dass Ärzte unzureichend auf die Problematik vorbereitet sind, mit denen Patienten sie konfrontieren.

 Schmerzempfinden und auch die Schmerzlinderung sind sehr subjektiv. Eine Schmerztherapie kann aber nur effizient sein, wenn sie auf jeden Patienten persönlich abgestimmt ist. Um die Schmerzintensität richtig beurteilen und Therapieziele festlegen zu können, ist ein gemeinsames Verständnis zwischen Arzt und Patient wichtig.

 Aber nicht nur zwischen Arzt und Patient kann eine mangelnde Kommunikation eine effiziente Schmerztherapie verhindern. Auch in der fachübergreifenden Kommunikation zwischen Ärzten können Informationsverluste bei paralleler Behandlung eines Patienten auftreten.

 Die CHANGE PAIN® Initiative möchte die Kommunikation mit Patienten und unter Kollegen durch Information und innovative Servicematerialen unterstützen, damit Schmerzpatienten effizienter behandelt werden können.

 

Kommunikation mit Patienten1

Die Schmerzwahrnehmung und die Erfahrung der Schmerzlinderung sind sehr individuelle Empfindungen eines Patienten. Wie intensiv ein Schmerz ist, wie er die Lebensqualität einschränkt und wie viel Schmerz ein Patient tolerieren kann, kann ein Arzt daher nur herausfinden, wenn er den Patienten danach fragt. Die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist aber häufig nicht ausreichend – wäre für eine effektive Schmerztherapie aber wichtige Voraussetzung.

Ein Grund dafür kann sein, dass Patienten Schwierigkeiten haben, ihr Problem genau zu beschreiben. Meist können sie zwar den Schmerz lokalisieren sowie seine Frequenz beschreiben, die Schmerzintensität zu bestimmen fällt aber vielen schwer. Sprachbarrieren, kulturelle Traditionen, kognitive Einschränkungen oder Missverständnisse können die Kommunikation zwischen Arzt und Patient ebenfalls beeinflussen. Standardisierte Hilfsmittel zur Einschätzung der Intensität können Sie hier unterstützen.

 

Therapieziele festlegen

Häufig stellen Arzt und Patient ganz unterschiedliche Erwartungen an die Schmerztherapie. 30 Prozent Reduktion sind in der Schmerztherapie schon ein Erfolg. Der erforderliche Grad der Schmerzlinderung, um die Lebensqualität grundsätzlich zu verbessern, kann bei jedem Patienten jedoch ganz anders sein. Die unterschiedlichen Ziele eines jeden Patienten müssen also für eine effiziente Schmerzbehandlung eindeutig identifiziert werden.

 

Gemeinsames Verständnis

Ein weiteres Problem in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist auch, dass häufig nicht das gleiche Verständnis zwischen Arzt und Patient herrscht, besonders über die Belastung im Alltag. Nur der Patient kann das Ausmaß der Schmerzen und die Wirkung auf seine physischen und psychischen Funktionen und seine Lebensqualität in vollem Umfang wahrnehmen. Auch hierbei ist also eine effiziente Kommunikation wichtig für eine ausreichende Behandlung des Schmerzes.

Ein wichtiges Ziel der CHANGE PAIN® Initiative ist es, eine verbesserte Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu erreichen. Wir bieten dazu innovative Servicematerialien wie die CHANGE PAIN® Schmerzskala oder den CHANGE PAIN® Schmerzwerkzeugkoffer die Sie dabei unterstützen, die durch Schmerz hervorgerufenen Beeinträchtigungen Ihrer Patienten besser beurteilen zu können.

 

Referenz:
1 Müller-Schwefe G. Eine effiziente Kommunikation zwischen Arzt und Patient ist für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend. Change Pain News&Reviews 2009; 1:4-5.