Opioide


Alle Substanzen, die ihre Wirkung durch Bindung an Opioidrezeptoren im zentralen Nervensystem erzielen, fallen in die Gruppe der Opioide.

Gemäß WHO werden die Opioide in schwache Opioide zur Behandlung mäßig starker Schmerzen und starke Opioide zur Behandlung starker Schmerzen eingeteilt.1

Je nach ihrer intrinsischen Aktivität lassen sich die Opioide weiter einteilen in reine oder volle Agonisten, partielle Agonisten, Agonisten/Antagonisten und Antagonisten.

Bei mittelstarken Schmerzen sind es schwache Opioide wie z.B. Tramadol, Tilidin + Naloxon oder Codein.
Bei starken und sehr starken Schmerzen starke Opioide wie z.B. Buprenorphin, Morphin, Hydromorphon, Fentanyl oder Oxycodon.

Die schmerzlindernde Wirkung der Opioide beruht auf einer Hemmung absteigender Bahnen im Gehirn. Darüber hinaus beeinflussen sie supraspinale, für die Schmerzverarbeitung zuständige Strukturen (insbesondere den Thalamus und das limbische System) und verändern so das emotionale Empfinden des Schmerzes.

Im Rückenmark binden Opioide an prä- und postsynaptische Opioidrezeptoren, hemmen die Freisetzung von Transmittern (präsynaptische Rezeptoren) und stabilisieren die postsynaptische Membran.

 

Referenz:
1 World Health Organization. WHO | WHO’s pain ladder: World Health Organization. (Accessed February 17, 2011, at www.who.int/cancer/palliative/painladder/en/